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Bräuche

Andere Länder andere Sitten


Wenn sich das Paar in Schottland das Jawort gegeben hat, nehmen die Gäste zum "Running for the brose" mächtig die Beine in die Hände und stürmen aus der Kirche. Es gilt, als Erster am Ort der Feier, beim Essen - also an der "Brühe" - zu sein.

Die Franzosen veranstalten nach der Trauung mit der Braut erst einmal ein vor allem für die Herren prickelndes Rocklüften, bis das Strumpfband zu sehen ist. Am Morgen danach rücken die Gäste zum Wecken beim Brautpaar an. Im Gepäck haben sie einen gut mit Champagner gefüllten Nachttopf.

In Sizilien gilt es für den Bräutigam, den Ruf der Braut zuerst zu "schädigen", um ihn danach wieder zu retten. Die beiden verbringen vor der Trauung eine Nacht zusammen, um sich anschließend reumütig den Brauteltern zu stellen. Die willigen sodann  in die Hochzeit ein, um den Ruf der Tochter wiederherzustellen.

Im ländlichen Raum Griechenlands ist das Heiraten keine Privatangelegenheit. Ob die Brautleute wollen oder nicht - das Dorf feiert mit. Und der Ringtausch ist hier auch anders als anderswo. In der grichisch-orthodoxischen Kirche findet er nämlich gleich dreimal statt - die Dreifaltigkeit symbolisierend.

In Thailand dagegen gibt es überhaupt keinen Ringtausch. Dort wird das Eheglück schlicht durch zwei miteinander verschlungene Stoffkränze besiegelt.

In Islamischen Ländern wie in der Türkei bekommt die Braut vor ihrer Trauung ein "Brautbad" samt kosmetischer Behandlung. Frauen der Familie waschen und enthaaren die Braut ausgiebig, bis sie vollkommen rein dem Bräutigam gegenübertreten kann.

In Schweden braucht die Braut starke Nerven. Denn hier darf nach der Trauung sogar jeder Wildfremde an ihre Tür klopfen, um ihr zu gratulieren und sie neugierig bestaunen.

Der Bräutigam in Japan lässt sich die Hochzeit viel Geld kosten. Durchschnittlich können das zwei Jahresgehälter und mehr sein. Mancher braucht danach ziemlich lange, bis er sich finanziell wieder erholt hat. Aber dafür wird den Japaner auch allerhand geboten: Ein (bezahlter) Zeremonienmeister führt durchs bunte Programm. Anstrengend ist die Feier in Japan vor allem für die Braut. Denn sie muss sich während der Feier mindestens dreimal umziehen und entsprechend frisieren lassen. Erst tritt sie im traditionellen Japanischen Hochzeitsgewand, dann im Kimono aus Seidenbrokat und schließlich in einem westlich orientierten Brautkleid auf.
 

So hat eben jedes Land seine Sitten und Gebräuche, obwohl es doch immer nur um das eine geht: ............................ums Heiraten...................    

Reis werfen
Die Hochzeitsgäste werfen nach der Trauung Reiskörner. Dies soll nach alter Überlieferung die Fruchtbarkeit symbolisieren. Verüben Sie diesen Brauch aber nur vor der Kirche bzw. dem Standesamt, ansonsten könnten Sie Schwierigkeiten mit dem Putzpersonal bekommen.

Brautstrauß werfen
Die Braut wirft ihren Brautstrauß unter die umstehenden, unverheirateten Frauen. Welche den Strauß fängt, wird wohl als nächste heiraten. Beweise dafür gibt es aber nicht.

Brautjungfern
Brautjungfern sind noch unverheiratete Mädchen, die die Braut in die Kirche begleiten. Sie sollen Geister, die der Braut Böses wollen, von der Braut ablenken. Um das zu erreichen, müssen die Brautjungfern Kleider tragen, die dem der Braut sehr ähnlich sind.

Blumenkinder
Das Streuen von frischen Blumen oder Blütenblättern ist ein alter heidnischer Brauch. Der Duft der Blumen sollte Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.

Dosen ans Autohängen
An das Brautauto werden leere Blechdosen mit einer Schnur befestigt. Das Scheppern teilt allen mit, hier fährt ein Hochzeitspaar.

Altes, Neues, Geliehenes, Blaues
Eine Braut sollte vier Dinge am Hochzeitstag bei sich haben: etwas Altes, z. B. ein altes Familienschmuckstück, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht. Etwas Neues, z. B. der Ehering, der das vor ihr liegende Leben als verheiratete Frau bezeichnet. Etwas Geliehenes, z. B. eine geliehene Halskette, dies soll als Zeichen der Freundschaft dienen. Und etwas Blaues, z. B. ein Strumpfband, als Sinnbild für die Treue.

Entführung der Braut
Ein guter Freund entführt die Braut bei der Hochzeitsfeier in ein nahegelegenes Lokal. Bei der Entführung werden die beiden von Hochzeitsgästen begleitet. Kommt nach einigem Suchen der Bräutigam, muss er seine Frau mit etwas Aufwand auslösen. Zum Beispiel sollte er drei Wünsche der Braut erfüllen (4 Wochen Geschirr abwaschen oder Staubsaugen, usw.), seinen Lieblingswitz erzählen oder ein Lied singen.

Schleiertanz
Um Mitternacht findet der Schleiertanz statt. Beim Tanz wird der Braut der Schleier geraubt und in viele Stücke gerissen, um diese an die Brautjungfern und Freundinnen zu verteilen. Sie sollen symbolisch etwas von dem reichen Segen mitbekommen, den das Brautpaar an diesem Tag erhalten hat.

Über die Schwelle tragen
Böse Geister lauern nicht nur vor der Tür, sondern auch unter der Schwelle, wenn die junge Braut das neue Heim betreten will. Sie missgönnen ihr nach altem Aberglauben das Glück. Deshalb trägt der Bräutigam die Braut beschützend über die Schwelle. Sie kommt so nicht mit den dunklen Mächten in Berührung.

Schuhe mit Pfennigen bezahlen
Da die Leute früher arm waren, mussten sie für die Aussteuer den Pfennig dreimal umdrehen. Deshalb sparten die Mädchen schon ab der Schulzeit für ihren zukünftigen Haushalt. Bezahlte eine Braut ihre Brautschuhe mit Pfennigen, so war das für den zukünftigen Ehemann die Garantie für eine sparsame, treue und beständige Ehefrau.

Wo wohnt die Ex-Freundin
Es wird der Weg von der Wohnung des Brautpaares zur Ex-Freundin des Bräutigams markiert. Hier kann man Kreide oder z.B. Sägespäne verwenden.

Der Polterabend
Das Brautpaar lädt vor der Hochzeit seine Freunde ein, damit es sich aus dem Kreis der Unverheirateten verabschiedet. Der Name Polterabend kommt von "Poltern", denn Freunde zerscheppern an diesem Abend reichlich Porzellan. Dies soll Glück bringen und böse Geister werden vertrieben.

Jungesellenabschied
Der Bräutigam verabschiedet sich vom Junggesellenleben. Meistens durchzechen er und seine Freunde eine Nacht in einer Gaststätte. Ein Go-Go-Girl kann eine nette Überraschung sein, aber es soll nichts übertrieben werden.